Search

Geben Sie ein Schlüsselwort ein, wonach Sie suchen möchten... (z. B. Fernsehen, Telefon, Internet, etc.)

Astronomen entdecken ein mysteriöses Radiosignal im All, das auf ein neues Sternsystem hinweisen könnte

MeerKAT satellite South Africa

  • Das Radioteleskop MeerKAT hat Hinweise auf eine neue Art von Sternsystem geliefert.
  • Forscher haben mit Hilfe des Teleskops immer stärker werdende Signale aus dem All beobachtet, die von einem bislang unbekannten Objekt ausgehen.
  • Das „ungewöhnliche Aufflackern“ stammt vermutlich von einem Doppelsternsystem in unserer Galaxie, dessen Dynamik sich von der anderer, bekannter Sternensysteme unterscheidet.
  • Mehr Artikel von Business Insider findet ihr hier.

Forscher haben mit dem Radioteleskop MeerKAT in der Karroo-Halbwüstenlandschaft in Südafrika möglicherweise Hinweise auf ein neues Sternsystem entdeckt, berichtet die Forscherin Laura Nicole Driessen in dem Fachmagazin „The Conversation“. Die Untersuchungsergebnisse wurden zudem im Fachmagazin der Royal Astronomical Society veröffentlicht.

Als sie den Himmel nahe des Sternbilds Altar beobachteten, bemerkten die Wissenschaftler durch das Radioteleskop MeerKAT stärker werdende Signale, die von einem bislang unbekannten Objekt ausgingen. Daraufhin habe man das Objekt, das nun den Namen MKT J170456.2-482100 trägt, auch mit anderen Teleskopen beobachtet.

 Forscher beobachten „ungewöhnliches Aufflackern“

„Wir haben entdeckt, dass das ungewöhnliche Aufflackern von einem Doppelsternsystem in unserer eigenen Galaxie kam — zwei Sterne, die sich gegenseitig umkreisen“, schreibt Driessen. Noch sei aber ungewiss, worum genau es sich bei der Entdeckung handelt und worauf sich beispielsweise das Aufflackern zurückführen lässt. 

Eine mögliche Erklärung sei, dass das Flackern durch die magnetische Aktivität des heißen äußeren Teils des Riesensterns verursacht werde — ähnlich wie bei Sonneneruptionen, aber viel heller und energiereicher. Das Besondere ist aber, dass sich solche Phänomene meist an Zwergsternen beobachten lassen, aber nicht an Riesensternen. Tatsächlich konnten die Forscher nur sehr schwache Signale des Begleitsterns erkennen. 

Lest auch: Forscher konnten das hellste Licht im Universum aufspüren, das von einer gigantischen Explosion stammt

Bekannt ist, dass die magnetische Aktivität von Riesensternen zu solch einem Aufflackern führen kann, wenn deren Begleitstern ein sonnenähnlicher Stern ist. Es gibt jedoch bislang keine Anzeichen dafür, dass es sich bei dem jüngst beobachteten Begleitstern um einen solchen sonnenähnlichen Stern handelt.

Eine völlig neue Art von Sternsystem?

„Die Eigenschaften dieses Systems passen nicht richtig zu unserem aktuellen Wissen über binäre oder flackernde Sterne und könnten daher eine völlig neue Klasse darstellen“, sagt Ben Strappers, Forschungsleiter des MeerTRAP Teams, das an dem Projekt beteiligt ist. Es könne sich bei der Entdeckung um eine „völlig neue, nie zuvor gesichtete Quellklasse handeln“.

Lest auch: Es gibt kein Universum, sondern ein Multiversum — und wir leben darin

Es ist die erste Entdeckung einer solchen „transienten Quelle“ mit dem MeerKAT-Teleskop. Die Forscher hoffen nun, dass es sich dabei nur die „Spitze des Eisberges“ handelt und sie künftig noch mehr solcher Ereignisse beobachten können. MeerKAT wird diese Quelle in den nächsten vier Jahren regelmäßig beobachten, das Teleskop ASAS-SN wird dabei in erster Linie den Riesenstern in den Fokus nehmen. Die Wissenschaftler erhoffen sich davon insbesondere neue Erkenntnise über die Dynamik von Sternsystemen.

Mehr Artikel von Business Insider:

 Diese 11 faszinierenden Fotos zeigen, wie winzig unser Planet in den Weiten des Universum ist

 Stürme, Vulkane, vibrierende Muster: Das sind die besten Fotos, die jemals von der ISS aufgenommen wurden

 Animationen eines Planetenforschers zeigen die wahre Größe unseres Sonnensystems

Join the conversation about this story »